Preisträger 2010
Am 06.10.2010 hat die Jury des Initiativkreises Gründertage Hessen die 9 überzeugendsten Bewerber/innen ausgewählt. Insgesamt hatten sich 86 Gründerinnen und Gründer um den Hessischen Gründerpreis beworben, 36 waren zum Halbfinale zugelassen worden. Am 02.11.2010 fand in Frankfurt die feierliche Preisverleihung statt.
Es wurden in 3 Kategorien je 3 Preise vergeben.
- Innovative Geschäftsidee
- Mutige Gründung
- Geschaffene Arbeitsplätze
Je Kategorie wurde ein Sieger geehrt.
Kategorie Mutige Gründung
Siegerin:
Maike Döring, Agenturen Moderatos und Creative Arts
Maike Döring ist gelernte Bauzeichnerin. Mit der Geburt ihres Sohnes im Jahre 2002 änderte sich ihr Leben grundlegend. Finanziell, privat und auch beruflich. Frau Döring war alleinerziehend und konnte ihren Beruf nicht weiter ausüben. In ihrer Situation war sie gezwungen, von Harz4 zu leben. Aber dabei sollte es nicht bleiben. Bereits ab 2005 hat Frau Döring sich im Bereich „Graphik“ fortgebildet. Als ihr Sohn 3 Jahre alt war und in den Kindengarten kam, sah Maike Döring endlich die Möglichkeit, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Sie wollte dies auf selbstständiger Basis tun. 2007 hat sie nach gründlicher Vorbereitung ihr erstes Gewerbe angemeldet: Creative Arts, eine kleine Werbeagentur. Nun konnte sie endlich ihre Kreativität ausleben. Die Geschäfte entwickelten sich positiv, wenn auch nicht reibungslos. So musste Frau Döring einen Forderungsausfall über 7.000 Euro hinnehmen, was ihr damals schwer zu schaffen machte.
2009, mitten in der Wirtschaftskrise, entdeckte Maike Döring im Internet eine moderierte Internetseite und war sofort begeistert. Die Vorteile dieser noch wenig verbreiteten Präsentationstechnik lagen für sie sofort auf der Hand. Sie war begeistert und beschloss, eine zweite Agentur zu gründen: Moderatos. Heute arbeitet Maike Döring mit 5 Freiberuflern zusammen, die sie mit technischem Know How unterstützen. Ihr Motto ist: „Wir verkaufen kein Produkt - Wir wecken Emotionen“. Moderatos gibt Internetseiten Persönlichkeit. Anstelle von Text und Standbildern gibt es „lebendige“ Personen, die den Web-User in Bild und Ton direkt ansprechen. Maike Döring ist mit ihren Unternehmen sehr erfolgreich. Besonders gut entwickelt sich aktuell Moderatos. Hier hat sie allein für das vierte Quartal 2010 zehn größere Aufträge akquiriert, die ihr einen deutlich 5-stelligen Umsatz bringen werden.
Maike Döring hat gezeigt, wie es auch unter schwierigen Bedingungen gelingen kann, aus einer Situation der Arbeitslosigkeit heraus unternehmerisch erfolgreich zu sein. Sie ist eine alleinerziehende Mutter, sie war arbeitslos, sie hat sich die Qualifikation für ihre beiden Unternehmen erst erarbeitet. Maike Döring gelingt es mit intelligenten Kooperationen ein Unternehmen aufzubauen und ist dabei sehr erfolgreich. Das macht sie zu einer würdigen Preisträgerin in der Kategorie „Mutige Gründung“.
Kontakt:
Maike Döring, Friedrich-List-Str. 21, 35398 Gießen
Tel. 0641-13263530
m.doering@moderatos.de
www.moderatos.de, www.my-creativearts.com
Weitere Preisträger:
Eduard Reinhardt, Gutschild
Eduard Reinhardt ist als Jugendlicher aus Russland in die Bundesrepublik übergesiedelt. Damals sprach er kaum Deutsch, daher war Deutsch lernen seine erste große Herausforderung, die es zu meistern galt. Danach gelang es ihm, eine KfZ-Mechaniker-Ausbildung zu absolvieren. Weitere berufliche Stationen führten ihn über den Vertrieb von Versicherungen und einer Umschulung zum Programmierer endlich zu einer beruflichen Selbstständigkeit.
Die Selbstständigkeit reizte Herrn Reinhardt schon immer. 2006 gründete er sein Unternehmen: eine Präge- und Verkaufsstelle für KfZ-Schilder in Darmstadt. In einem kleinen Container bot er seine Schilder an und machte den etablierten Anbietern mit einer Niedrigpreistrategie Konkurrenz. „Die Kunden waren begeistert und mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht“, sagt er heute. Aber bei einem kleinen Container sollte es nicht blieben. Heute betreibt Herr Reinhardt 5 Standorte deutschlandweit. Zusätzlich vertreibt er KfZ-Schilder auch online. Seine Kunden erhalten KFZ-Schilder zu einem sensationell günstigen Preis - und das frei Haus. Der online Handel ist unterdessen so erfolgreich, dass er im Monat rund 1.400 Pakete versendet. Zudem hat Herr Reihardt sein Angebot erweitert. So reserviert er auch Wunschkennzeichen, man erhält Zubehör für KFZ-Zeichen und Deckungskarten für die Versicherung. Für sein Geschäft hat er bereits Mitarbeiter eingestellt: 9 Vollzeitkräfte und 3 Teilzeitkräfte kümmern sich um die Abarbeitung der Aufträge.
Eduard Reinhardt ist ohne Deutschkenntnisse nach Deutschland gekommen und musste sich diese erst aneignen. Er hat in hohem Maße unternehmerisches Engagement unter Beweis gestellt. Ihm ist es gelungen, in einem gesättigten Markt mit einer Innovation gezielt Kunden zu gewinnen. Damit ist er wirtschaftlich sehr erfolgreich. Er ist ein würdiger Vertreter in der Kategorie „Mutige Gründung“.
Kontakt:
Eduard Reinhardt, Weyprechtrst. 20, 64283 Darmstadt
Tel: 0160-99658808
E-Mail: e.reinhardt[at]gutschild.de,
Website: www.gutschild.de
Elke Simmel und Karin Huber, "Die Seifenmanufaktur"
Elke Simmel und Karin Huber betreiben die „Seifenmanufaktur“ in Frankfurt am Main. Elke Simmel war lange Jahre im Produktmanagement und im Marketing großer Unternehmen tätig. Bereits seit 2001 ist Frau Simmel mit einer kleinen Werbeagentur selbstständig, die aber kaum noch aktiv ist. Karin Huber ist ausgebildete Schauspielerin. Sie war zuletzt an der Frankfurter Volksbühne engagiert und wollte sich beruflich neu orientieren.
Elke Simmel und Karin Huber sind Freundinnen. Schon lange wollten sie sich zusammen selbstständig machen. Es sollte etwas sein im Online-Bereich. In einem Urlaub in Lettland sahen sie am Strand ein Mädchen, das sich etwas von einem großen Block abschnitt. Es war Seife. Das beeindruckte beide Gründerinnen sofort und ihre Idee war geboren. Auf ihrem Rückflug nach Deutschland entstand auf einer Serviette von Air Baltic der erste Businessplan. Es konnte losgehen. Ihr Geschäft gründeten sie im März 2008. Die Seifenmanufaktur ist ein online Handel, der Händler und Endkunden mit außergewöhnlicher Seife bedient. Das Sortiment umfasst zum Beispiel, Luxuscremeseifen, Aromaseifen, Peelingseifen, Kordelseifen, Seifen-Lollies, Seifentorten oder auch Seifen mit Regionalbezug, wie das Frankfurter Badetörtchen. Beeindruckend sind Farben, Formen und natürlich die Gerüche der handgemachten Produkte. Das Geschäft ist gleich im ersten Jahr gut angelaufen. 2008 konnten 800 Endkunden bedient werden und 50 Händler. Gleich im ersten Jahr kam dann der Schock: Karin Huber wurde schwer krank. Die Diagnose machte es notwendig, über den Fortbestand des Unternehmens grundsätzlich nachzudenken. Ihr Beschluss war „Durchhalten“, und Elke Simmel führte die Geschäfte ersteinmal allein weiter. Erst ein dreiviertel Jahr später waren beide Gründerinnen wieder an Bord. Trotz dieses Tiefschlages hat sich die Seifenmanufaktur solide entwickelt. Aus den zunächst 800 Endkunden wurden 2.500, aus den zunächst 50 Händlern wurden 170. Auch Umsatz und Gewinn stiegen entsprechend. Ein Ende des Wachstums ist derzeit nicht absehbar.
Elke Simmel und Karin Huber haben aus eigener Kraft heraus ein Unternehmen gegründet. Sie haben einen online-Handel in einer Zeit gegründet, in der uns allen das Platzen der „New-Economy-Blase“ noch in den Knochen steckte. Sie haben ihr Unternehmen behutsam und konsequent mit eigenem Kapital aufgebaut. Und sie haben sich durch eine schwere Krankheit nicht von ihrem Vorhaben abbringen lassen.
Elke Simmel und Karin Huber sind würdige Preisträgerinnen in der der Kategorie „Mutige Gründung“.
Kontakt:
Die Seifenmanufaktur, Elke Simmel und Karin Huber GbR, Heddernheimer Landstrasse. 1, 60439 Frankfurt am Main
Tel.: 069-95208157
E-Mail: info[at]dieseifenmanufaktur.de
Website: www.die-seifenmanufaktur.de
Kategorie "Geschaffene Arbeitsplätze"
Sieger:
Uwe Murmann, Uwe Murmann GmbH
Uwe Murmann hat sich im letzten Jahr aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig gemacht. Nachdem er viele Jahre als Zeitsoldat diente, absolvierte er ein Studium der Betriebswirtschaft und wurde Angestellter bei einer Rohrreinigungsfirma. Nachdem Uwe Murmann Anfang 2009 in seiner alten Firma erst zum Kurzarbeiter und dann arbeitslos wurde, sah er schwarz für seine 5-köpfige Familie.
Doch dann machte er sich selbstständig - zunächst im Rahmen eines Frenchise-Systems, mit dem er rund um Hainburg im Landkreis Offenbach Rohre reparierte und Verstopfungen in Abwassersystemen beseitigte. Zu seinen Leistungen zählten Hochdruckspülung, Farbkamera-Analyse, Dichtigkeitsprüfung und Rückstauklappeneinbau. Aus diesem Geschäft ergaben sich schnell weitere unternehmerische Perspektiven. Heute hat Herr Murmann 3 unternehmerische Standbeine, denn neben der Rohrreinigung betreibt er auch die Rohrsanierung, die durch das Frenchise-Konzept nicht abgedeckt ist. Auf das dritte Standbein ist Herr Murmann besonders stolz: Er entwickelt nämlich aus seiner Arbeit heraus neue Maschinen, die die Rohrreinigung und -sanierung erheblich erleichtern und noch wirtschaftlicher machen. Mit diesem dritten Segment macht Herr Murmann heute knapp 50% seines Umsatzes, wobei der Frenchise-Geber für sein erstes Geschäft bereits zu seinen zufriedenen Kunden zählt. Die Geschäfte von Herrn Murmann entwickeln sich sehr gut. Gleich im ersten Monat wurde die Verstärkung seines Teams notwendig. Heute beschäftigt er 12 Mitarbeiter in Vollzeit, 2 in Teilzeit und 6 Auszubildende. Auch seine Ehefrau arbeitet mit in seinem Betrieb und freut sich über die positiven Zukunftsaussichten.
Uwe Murmann ist ein gutes Bespiel dafür, wie es gelingen kann, sich aus der Arbeitslosigkeit heraus erfolgreich selbstständig zu machen. Er hat zunächst in einem ihm bekannten Segment gegründet und erkannte sehr schnell, mit welchen Innovationen er sein Unternehmen weiter voranbringen kann. Innerhalb nur eines Jahres schaffte er so 21 Arbeitsplätze. Dies macht ihn zu einem würdigen Vertreter in der Kategorie „Geschaffene Arbeitsplätze“.
Kontakt:
Murmann GmbH, Siemensstr. 13, 63512 Hainburg
Tel: 06182-787787
E-Mail: murmann[at]rohrstar.de
Internet: www.rohrstar.de
Weitere Preisträgerinnen:
Heike Bartl-Fackiner und Tanja Jäger, Gut Eichhof Tagespflege
Heike Bartl-Fackiner und Tanja Jäger haben sich als alleinerziehende Mütter kennengelernt. Denn beide haben Kinder: Frau Bart-Fackiner hat einen Sohn, Frau Jäger sogar 3 Kinder. Frau Bartl-Fackiner ist gelernte Kauffrau. Sie war als kaufmännische Angestellte tätig, wurde jedoch arbeitslos. Frau Jäger ist examinierte Krankenschwester und war mit ihrem Job in einem Altenheim nicht sehr glücklich. Daher beschlossen sie gemeinsam, sich selbstständig zu machen.
Die Idee hatte Frau Bartl-Fackiner, die wieder „im Kaufmännischen“ tätig sein wollte und zudem „etwas mit Tieren“ unternehmen wollte. Frau Jäger wollte ebenfalls ihre Leidenschaft einbringen. Sie kümmert sich gern um Menschen. Aber ein Altenheim sollte es nicht sein. Im Ergebnis beschlossen beide, eine Tagespflege für Senioren mit „tiergestützter Therapie“ zu gründen. Im letzten Jahr, 2009, ging es gleich los. Mit dem „Gut Eichhof“ fanden sie schnell ein geeignetes Objekt. Nun galt es allerdings, Haus, Hof und Gelände auf die neuen Aufgaben vorzubereiten. Dabei waren eine Menge an Herausforderungen zu bestehen. Schwierig war der Umbau an sich, weil viele Auflagen zu erfüllen waren. Im August 2009 konnte „Gut Eichhof“ eröffnet werden. Gleich zu Beginn kamen 5 Tagesgäste und wollten versorgt werden. Mit 36 Anwesenheitstagen im ersten Monat war ein Anfang gemacht. Das neue Angebot sprach sich in Rosenthal und Umgebung schnell herum. Immer mehr Gäste interessierten sich für das Gut Eichhof. Im November wurden bereits 11 Gäste betreut, heute sind es 30 Tagesgäste mit 277 Anwesenheitstagen pro Monat. 30 Tagesgäste bringen Umsatz, machen aber natürlich auch viel Arbeit. Daher haben die beiden Gründerinnen Mitarbeiter eingestellt. Neben ihnen selbst sind 2 weitere Vollzeitkräfte, 3 Teilzeitkräfte und 4 Aushilfskräfte auf „Gut Eichhof“ tätig. Und mit ihnen 2 Pferde, ein Hund und 2 Kaninchen.
Heike Bartl-Fackiner und Tanja Jäger haben als alleinerziehende Mütter und aus der Arbeitslosigkeit heraus gegründet. In einer Region, die als „strukturschwach“ gilt, haben sie unternehmerische Initiative ergriffen und in kurzer Zeit ein Unternehmen aufgebaut und zum Erfolg geführt. Dieses Unternehmen gibt heute 11 Menschen ein Einkommen. Heike Bartl-Fackiner und Tanja Jäger sind daher würdige Vertreter in der Kategorie „Geschaffene Arbeitsplätze“.
Kontakt:
Gut Eichhof, 35119 Rosenthal
Tel.: 06458-509379
E-mail: info[at]gut-eichhof.com
Päivi Budarham, noa boa, "Lieblingsdinge für Lieblinge“
Päivi Budarham stammt aus Finnland. Als diplomierte Betriebswirtin hat sie viele Jahre in der Tourismusbranche gearbeitet. Mit ihrer Schwangerschaft und der Geburt ihres Kindes kam sie aber auf ganz andere Ideen. Sie wollte ein Angebot für werdende Mütter schaffen, die sich auch während ihrer Schwangerschaft anspruchsvoll kleiden wollen. Ihr Motto sollte sein: „Stylish, sexy und superbequem durch die runden Monate!“
Die Idee war geboren: noa boa bietet ausgefallene Mode und Accessoires für Mamas, Babys und Kinder. Frau Budarham eröffnete ihr Geschäft 2006 in Frankfurt am Main. Die Besonderheiten ihres Angebotes sprachen sich schnell herum. Höchste Qualität, beste Naturstoffe und eine eigene finnisch inspirierte Kollektion. Schon bald wuchs das Geschäft erheblich, so dass ein Umzug in neue Räume notwendig wurde. Heute ist Frau Budarham am Frankfurter Südbahnhof zu finden, wo sie ihren Kundinnen auf 550 Quadratmetern ein umfassendes Angebot präsentiert. Neben Kleidung für Mutter und Kind gibt es eine Spielecke für Kinder, Kursangebote für schwangere Frauen und für Mütter mit ihren Babys. Zugleich schaffte Päivi Budarham ein solides Internetangebot, so dass sie auch Kunden außerhalb Frankfurts bedienen kann. Ihre Stammkundendatenbank umfasst heute bereits über 3.000 Kundinnen. Die Expansion der letzten Jahre ging zugleich mit der Einstellung von Mitarbeitern einher.
Heute sind 5 Vollzeitkräfte, 2 Teilzeitkräfte, eine Auszubildende und 3 Aushilfen für Frau Budarham tätig.
Päivi Budarham ist es gelungen, in einem engen Segment ein stark expandierendes Unternehmen aufzubauen. Sie ist wirtschaftlich erfolgreich und hat 12 Arbeitsplätze geschaffen. Sie ist eine würdige Preisträgerin in der Kategorie „geschaffene Arbeitsplätze“.
noa boa, Budarham Päivi, Hedderichstraße 47, 60594 Frankfurt am Main
Tel.: 069-66964923
E-Mail: shop[at]noaboa.de
Internet: www.noaboa.de
Kategorie „Innovative Geschäftsidee“
Sieger:
Stefan Oberhansl, Cleanwater Systems GmbH, Marburg
Wasser ist leben. Für uns in Deutschland ist sauberes Wasser eine Selbstverständlichkeit. In anderen Ländern aber nicht. Gerade nach katastrophalen Überschwemmungen führt verunreinigtes Wasser schnell zu Krankheiten oder Seuchen, die die Katastrophe weiter verstärken. Hilfsorganisationen sind oft rasch vor Ort. Ihnen fehlen aber nicht selten die Möglichkeiten, schnell sauberes Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Ein Problem ist dies gerade in Gegenden, die von der Stromversorgung abgeschnitten sind oder die mit üblichen Verkehrsmitteln und schwerem Gerät kaum erreichbar sind, denn viele der gängigen Wasseraufbereitungstechniken sind groß und schwer und benötigen Strom, damit sie funktionieren.
Für solche Probleme bietet die CleanwaterSystems GmbH mit ihrem Notfall-Wasserfilter eine Lösung. Die Wirkung überzeugt: Der Filter macht aus Brackwasser Wasser in trinkbarer Qualität. Kein Trinkwasser nach deutscher Definition, aber trinkbar. Bakterien und Viren, die Krankheiten verursachen, werden herausgefiltert. Ein wesentlicher Vorteil des Filters besteht in seiner Größe und Mobilität, denn er ist tragbar. Auch bedarf die Filteranwendung keinerlei Grundvoraussetzungen, wie Lese- oder Schreibvermögen oder die externe Zuführung von Strom oder Chemie. Zudem ist der Filter zu sehr kleinen Stückkosten zu produzieren. Ein Filter, der ca. 100 Liter trinkbares Wasser filtern kann, kostet in der Serie nur 8 bis 10 Euro.
Stefan Oberhansl bietet für ein sehr relevantes, lebensbedrohliches Problem eine effiziente Lösung an. Dabei gelingt es ihm, an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft ein sehr interessantes Produkt zur Marktreife zu führen. Daher ist er ein würdiger Vertreter der Kategorie „innovative Gründung“.
Kontakt:
Cleanwater Systems GmbH, Biegenstraße 21,
35037 Marburg
Tel.: 06421-3099163
E-Mail: info[at]cleanwatersys.com
Internet: www.cleanwatersys.com
Weiterer Preisträger:
Taoufik Bouhmidi, FMF-Finanzberatung für Muslime & Freunde
Taoufik Bouhmidi ist Versicherungskaufmann. Seine Familie stammt aus Marokko. Er hat 5 Jahre Berufserfahrung in der Finanzdienstleistungsbranche gesammelt. Aus, wie er sagt, „ethischen Motiven“ heraus hat Taoufik Bouhmidi ein Finanzdienstleistungsangebot entwickelt, das strikt die Einhaltung islamischer Werte garantiert. Der Islam verbietet es nämlich, Zinsen zu nehmen oder zu spekulieren. Finanzdienstleistung ohne Zins und Spekulation? Das macht Taoufik Bouhmidi möglich, indem das Prinzip der der Beteiligung an Gewinn oder Verlust den Zins ersetzt..
Herr Bouhmidi hat für seine Selbstständigkeit 2008 seinen Job als Gebietsleiter bei einem Onlinebroker gekündigt und die Finanzberatung für Muslime und Freunde (FMF) gegründet. Er wendet sich mit seinem Angebot vor allem an Muslime, die die ethischen Kriterien des muslimischen Glaubens sehr ernst nehmen wollen. Als Kundennutzen beschreibt er eine „qualifizierte“ Finanzberatung mit Know How im islamischen Wirtschaftssystem. Mit seiner Idee schließt Herr Bouhmidi in Deutschland eine Marktlücke. Zwar gab es schon früher Versuche etablierter Banken, ein Islam-konformes Angebot in Deutschland zu platzieren, allerdings wurde dieses Angebot von den vorhandenen, ganz überwiegend in der westlichen Kultur sozialisierten Mitarbeitern vertreten. Dies war für islamische Kunden nicht überzeugend und brachte keinen Erfolg. Taoufik Bouhmidi verbindet seine Geschäftsidee mit dem eigenen Glauben und ist damit für seine Kunden glaubwürdig. Gemeinsam mit 20 Beraterinnen und Beratern, die teilweise hauptberuflich, teilweise nebenberuflich tätig sind, hat er allein in diesem Jahr bereits einen deutlich 6-stelligen Umsatz erzielt.
Taoufik Bouhmidi operiert im Segment der Finanzdienstleistung. Dies ist ein Bereich, der im Zuge der Finanzkrise deutliche Vertrauensverluste hinnehmen musste. Hier ist es ihm gelungen, eine Marktlücke zu entdecken und diese mit einem passgenauen Angebot erfolgreich zu schließen. Das macht ihn zu einem würdigen Preisträger in der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“
Kontakt:
FMF-Finanzberatung für Muslime & Freunde, Bouhmidi Taoufik, Corneliusstr. 18, 60325 Frankfurt am Main
Tel: 069-90474328
E-mail: info[at]f-m-f.de
Internet: www.f-m-f.de
Oliver Hiller und Ulf Lauer, Lieblingsshop GmbH
Ein Baby macht viel Freude. Und dennoch: „So geht es nicht weiter!“ sagte die Frau von Oliver Hiller eines Tages, als sie schon wieder ein großes Paket Windeln in ihre Wohnung zu tragen hatte. Benn musste gewickelt werden.
Oliver Hiller und Ulf Lauer sind zwei alte Freunde. Oliver Hiller kommt aus dem Financing-Bereich, Ulf Lauer war Key-Account-Manager bei einem der großen Hersteller für Windeln und andere Hygieneartikel. Beide wollten sich schon immer gemeinsam selbstständig machen, aber es fehlte ihnen die passende Idee. Und nun endlich war ein Problem gekommen, das sie mit einer gemeinsamen Geschäftsidee lösen konnten. Sind es nicht alle jungen Eltern leid, nicht nur ihr Kind ständig, sondern eben auch jede Menge Windeln und so weiter zu heben und zu tragen?
Im November 2009 gründeten die beiden Freunde daher einen Online-Handel für junge Eltern: die Lieblingshop GmbH. Ihre Geschäftsstrategie ist einfach und genial zugleich. Während andere Anbieter sich bemühen, ihren Kunden ein möglichst breites Angebot zu offerieren, ist das Angebot von Hiller und Lauer sehr schlank. Denn, so ihre Analyse, „Eltern suchen ohnehin immer nach dem Besten für ihr Kind“. Entsprechend nehmen sie ausschließlich ökologisch hergestellte Produkte oder solche, die von Ökotest oder der Stiftung Warentest mit „gut“ oder „sehr gut bewertet wurden, in ihr Sortiment auf. Ein wesentlicher Nutzen für die Eltern ist: Alles wird geliefert, nichts muss mehr nach Hause geschleppt werden. So profitieren Eltern von einem „Windelabo“. Tatsächlich benötigt ein Baby, bis es trocken ist, ca. 5.000 Windeln und etwa doppelt so viele Feuchttücher. Mit einem Windelabo sparen sich die jungen Eltern weit über 100 Einkaufsakte. Ihr Erfolgsgeheimnis besteht in der Umsetzung innovativer Marketingideen. Ein Schlüssel ist das „kooperative Marketing“. Die beiden Unternehmer suchen sich Anbieter, die mit einem kompatiblen Angebot dieselbe Zielgruppe bedienen. Dann wird das Marketing beider Unternehmen vernetzt. Zum Beispiel: Der online-Anbieter „myMuesli“ stellt auf seiner website einen link zu „Lieblingsshop.de“ her, und Lieblingsshop macht dasselbe andersherum. Das wirkt und schont das Marketingbudget.
Oliver Hiller und Ulf Lauer nutzen die Möglichkeiten des online-Handels sehr passgenau für eine genau definierte Zielgruppe. Dabei setzen sie intelligent auf ein kooperatives Marketing. Dies bescherte ihnen allein in den letzten Monaten Umsatzsteigerungen von 150-200% pro Monat. Beide Unternehmer sind daher würdige Vertreter in der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“.
Kontakt:
Lieblingsshop GmbH, Langendellschlag 3, 65199 Wiesbaden
Tel: 0160-93917192
E-Mail: oliver.hiller[at]lieblingswindeln.de
Internet: www.lieblingswindeln.de







